25. Dezember 2009
Manchmal möchte man ein Objekt in einer Gruppe auswählen, um eine Eigenschaft zu verändern oder zu inspizieren.
Dies geht so recht einfach:
- Palette Auswahl aktivieren
- Die gewünschte Gruppe in der Zeichnung auswählen -> In der Auswahlpalette oben wird zur entsprechenden Gruppe gesprungen
- In der Zeichnung mit dem Mauszeiger auf entsprechendes Objekt gehen und dieses mit gedrückter strg-Taste auswählen -> In der Auswahlpalette wird zu diesem Objekt gesprungen.
- Die Eigenschaften können nun im unteren Bereich der Auswahlpalette inspiziert und geändert werden.
Alternative wäre, oben rechts in der Auswahlpalette auf das Symbol “Inhalt bearbeiten” zu klicken, was dem Menübefehl Bearbeiten > Gruppeninhalt bearbeiten entspricht. Nach fertiger Bearbeitung verlässt man den Modus mit dem grünen Häckchen in der Auswahlpalette oder mit Bearbeiten > Gruppenbearbeitung beenden.
Der Vorteil der ersten Methode ist jedoch, das man unmittelbar jedes Einzelobjekt selbst in verschachtelten Gruppen erreichen kann.
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25. Dezember 2009
Ich brauche es recht oft, dass die eingefügten Ansichtsfenster im Papierbereich im festen Verhältnis 1:1 eingefügt werden. Bisher hatte ich es so gemacht, dass ich nach dem Einfügen immer unter Eigenschaften > Ansichtsfenster die entsprechenden Einstellungen “Fest” und “1:1″ gemacht habe. Es ist nervig, das jedes mal wieder neu zu machen.
Einfacher geht es so: Man definiert sich eine eigene Vorlage (tct-Datei), aus der man seine neuen Zeichnungen erstellt. Bei dieser Vorlage geht man in den Papierbereich und klickt dort in der Standard-Symbolleiste mit der rechten Maustaste auf das Symbol “Ansichtsfenster einfügen”. Dort dann unter Eigenschaften > Ansichtsfenster die Einstellungen machen. Danach die Vorlage im Standard-Template-Verzeichnis als .tct-Datei abspeichern.
Wenn man nun Zeichnungen aus dieser Vorlage erstellt, sind die Optionen des Ansichtsfenster-Werkzeuges korrekt eingestellt. Viele weitere Werkzeuge lassen sich übrigens so auch in ihren Eigenschaften vorbelegen.
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24. Dezember 2009
Ich hatte ein Teil konstruiert, welches aus mehrere Einzelteilen bestand, die jeweils zu einer Gruppe zusammengefasst waren. Das gesamte Teil war dann wieder als Gruppe zusammengefasst.
Nun wollte ich nachträglich alle Linien von 0 mm Dicke auf 0,5mm Dicke ändern. Ich dachte, einfach die Gruppe anwählen, auf Eigenschaften gehen und unter Stift dann die Dicke eintragen.
So geht das aber nicht, diese Eigenschaftänderung wird nicht auf die Objekte in der Gruppe angewendet. Das macht es schwierig, nachträglich Linien-Dicken zu verändern.
Eine Möglichkeit wäre, alles zu explodieren. Dann müssten aber auch alle Einzelteile explodiert werden, was ziemlich aufwändig wäre. Später müsste wieder alles zusammengeführt werden.
Leichter geht es über die Auswahlpalette. Hier kann man allen Linien neue Werte zuordnen, was aber bei vielen Linien auch sehr aufwändig ist.
Der einfachste Weg erschien mir noch: Unter Bearbeiten auf Gruppe bearbeiten gehen. Dort kann man dann auch wieder alles auswählen und die Stiftstärke umstellen. Einzelteile, die wiederum gruppiert sind, kann man verschachtelt auch wieder über Bearbeiten > Gruppe bearbeiten öffnen. So muss man sich dann durch alle Einzelteile hindurcharbeiten.
Abhilfe für solche Probleme könnte ein grundsätzlich anderer Ansatz bringen: Für jeden Linientyp einen anderen Layer festlegen. Dann legt man den Linienstil und die Linienstärke so fest, dass die über den Layer bestimmt werden. Wenn man so zeichnet, kann man auch später noch über Veränderung der Layereigenschaften alle Linien verändern. Auch die, die Teil von Gruppen sind.
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23. Dezember 2009
Das gesamte Benutzerinterface von Turbocad ist in hohem Maße konfigurierbar. Man kann Menüs verändern, Symbolleisten einblenden und an verschiedenen Stellen andocken, Symbolleisten konfigurieren oder Paletten reinholen und ausblenden.
Der aktuelle Zustand dieser Konfiguration muss irgendwo gespeichert werden. Nach ein wenig Suche hab ich sie gefunden – es ist die Datei current.xml. Diese liegt standardmäßig im Benutzer Heimatverzeichnis (Dokumente und Einstellungen…) unter Anwendungsdaten/IMSIDesign/TurboCAD/15/Professional de/Profiles/Built-in.
Es handelt sich um eine XML-Datei, die man grundsätzlich mit einem Texteditor anschauen kann. Um diese aber genauer analysieren zu können, sollte man einen XML-Editor wie XML-Marker verwenden.
Den Fall, dass man diese Datei mal verändern muss, wird vermutlich selten sein. Was aber interessant ist: Einerseits kann man sich davon eine Sicherheitskopie erstellen, um einen Schnappschuß der aktuellen Oberfläche festzuhalten. Andererseits könnte man sich für verschiedene Arbeiten unterschiedliche Oberflächen speichern, die man dann ganz einfach wieder abrufen kann, in dem man die Kopie der current.xml an den Originalort zurückkopiert. Natürlich muss dazu vorher Turbocad geschlossen werden.
Übrigens: Wenn mal die ganze Oberfläche völlig durcheinander ist: Löscht man die current.xml oder benennt sie um, wird beim nächsten Start eine neue current.xml erzeugt, die die Werkseinstellungen enthält.
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20. Dezember 2009
In Turbocad werden Schriftgrößen in mm angegeben, nicht in Punkten, wie man das von anderen Programmen her kennt. Zudem muss man für die Einschätzung der Größe bedenken, dass die mm-Angabe die komplette Über- und Unterlänge von Schriften mit berücksichtigt. So ist bei 10mm Arial der Buchstab L gerade mal 6,4mm hoch.
Die Höhe von 1 Punkt entspricht 0,376mm (Didot), eine 10mm Schrift in Turbocad entspricht also 10/0,376mm = 26,6 Punkten. Oder eine 12 Punkte Schrift entspricht 12 * 0,376mm = 4,5mm. Mitunter gibt es auch Angaben der Punkthöhe von 0,353 (DTP).
Eigentlich! Bei meinen Drucktests kam ich auf ein Verhältnis von eher 0,39mm. Warum auch immer. Die Punkteschriften zum Vergleich druckte ich mit Openoffice 2.x und Winword 97 mit Schriftart Arial unter Windows 2000.
Hier mal eine ungefähre Umrechnung von Punkten nach mm bei 0,39mm Umrechnung:
- 2,0mm > 5p
- 2,3mm > 6p
- 2,7mm > 7p
- 3,1mm > 8p
- 3,5mm > 9p
- 3,9mm > 10p
- 4,3mm > 11p
- 4,7mm > 12p
- 5,1mm > 13p
- 5,5mm > 14p
- 6,2mm > 16p
- 7,0mm > 18p
- 7,8mm > 20p
- 8,6mm > 22p
- 9,4mm > 24p
- 10,1mm > 26p
- 10,9mm > 28p
- 12,5mm > 32p
- 15,6mm > 40p
- 21,1mm > 54p
- 30,0mm > 77p
- 40,0mm > 103p
- 50,0mm > 128p
- 70,0mm > 179p
- 100,0mm > 256p
Als Faustformel kann man die mm Angabe durch 4 mal 10 rechnen, um auf Punkte zu kommen. Und Punkte rechnet man dann mal 4 durch 10 in mm um.
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20. Dezember 2009
Früher hab ich in der Zeichnung viel mit den Scroll-Leisten navigiert. Mittlerweile mach ich das nur noch sehr selten.
Stattdessen hat sich eine andere Methode als praktischer erwiesen: Weil man beim Zoomen immer den Bereich im Mittelpunkt hat, wo der Mauszeiger steht, kann man alles so lösen: Rauszoomen und an anderer Position wieder reinzoomen. Das geht oft schneller, als mit den Scroll-Leisten die Zeichnung zu verschieben.
Klar, dass eine Maus mit Scrollrad dabei unverzichtbar ist.
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20. Dezember 2009
Was gut ist, fällt einem oft nicht auf, erst wenn was Probleme macht, stolpert man drüber. Insofern muss ich mal ein großes Lob loswerden: Ich zeichne bisher zwar nur 2D, aber mir ist es bisher noch nicht ein einziges mal in den letzten 3 Monaten passiert, dass das Programm irgendwie abgestürzt wäre. Es läuft einfach sehr stabil.
Das ist nicht selbstverständlich, ich hab mir schon an mancher Software die Nerven aufgerieben, weil die alle halbe Stunde abstürzte, natürlich mit massivem Datenverlust.
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20. Dezember 2009
Hilfslinien braucht man immer wieder, um effizient zeichnen zu können. Die Hilfslinien sind allerdings nicht sehr flexibel: Einmal gezeichnet kann man sie nicht mehr verändern, nur noch löschen. Auch kann man z.B. den Winkel nachträglich nicht mehr direkt ermitteln. Und manchmal stört es auch, dass solche Linien unendlich lang sind und damit in andere Zeichnungsbereiche hineinlaufen. Werden Zeichnungsteile verschoben, verschieben sich die Hilfslinien nicht mit, was auch problematisch sein kann.
Manche haben sich wegen solcher Nachteile angewöhnt, stattdessen normale Linien zu verwenden. Hierfür zeichnet man als Hilfslinien verwendete Linien auf einen extra Layer, damit man sie z.B. ausblenden kann. Auch kann man für diese Linien eine andere Stiftfarbe einstellen. Für verschiedene Gruppen von Hilfslinien kann man sich dann auch mehrere Layer einrichten. Einen sinnvollen Linienstil kann man sich auch noch aussuchen.
Ich bin mir noch nicht im klaren, welche Form ich favorisieren werde, bisher komme ich mit den echten Hilfslinien noch gut zurecht.
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19. Dezember 2009
Manche suchen eine Funktion, wie man in andere Dateiformate exportieren kann. So kennt man das von manch anderer Software. In Turbocad nimmt man dafür einfach “Speichern unter…” und wählt dann das entsprechende Format aus. Zusätzlich kann man in diesem Dialog unter “Einrichten…” das ausgewählte Format noch konfigurieren.
Neben verschiedenen CAD-Formaten findet man hier auch pdf, jpg, gif und bmp. Auch das offene Vektorformat SVG ist zu finden, was sicherlich Nutzer von Inkscape freuen wird.
Wenn es um pdf-Export geht, scheint die Methode flexibler zu sein, über den virtuellen Druckertreiber pdf creator zu gehen.
Eine wichtige Frage bleibt bei zahlreichen Formaten: Was wird z.B. bei einem jpg oder pdf exportiert? Der Modellbereich? Der Papierbereich? Und wenn Papierbereich, welcher?
Hier ist es so, dass immer der aktuell ausgewählte Bereich als Grundlage für die Speicherung genommen wird. Hat man also Papier 1 im Vordergrund, so wird dieser exportiert. Und will man den Maßstab und den entsprechenden Zeichnungsausschnitt vernünftig steuern, sollte man immer einen Papierbereich mit “Speichern unter…” in Formate wie jpg oder pdf exportieren.
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19. Dezember 2009
Zum Thema Spiegeln findet man wenig in der Onlinehilfe und auch im Handbuch – es taucht nichtmal im Index auf. Geht man in der Online-Hilfe auf den Reiter “Suche” und gibt dort “spiegeln” ein, so findet man “Kopieren: Spiegeln”. Im Menü unter Bearbeiten > Objekte kopieren > Spiegeln.
Diese Funktion spiegelt ein zuvor ausgewähltes Objekt an einer definierten Spiegel-Linie. Es wird eine gespiegelte Kopie erstellt, das Original bleibt erhalten. Weil in jedem Winkel gespiegelt werden kann, ist das schon eine recht leistungsfähige Möglichkeit. Durch Drücken der Shift-Taste kann man den Orthomodus einschalten, um die Spiegel-Linie orthogonal auszurichten.
Was fehlt, ist eine simple Funktion, mit der man ein Objekt mal schnell spiegelverkehrt bekommt. Das gibt es, wie ich jetzt in einem alten Beitrag im Forum herausgefunden habe. Aber darauf muss man erstmal kommen:
Objekt auswählen. Möchte man um eine senkrechte Achse spiegeln, einfach bei Maßstab X in der Kontrollleiste -1 eintragen und Enter. Möchte man um eine waagerechte Achse spiegeln, dann bei Maßstab Y -1 eintippen.
Einfacher und schneller kann spiegeln nicht gehen. Man muss es nur wissen. Das Handbuch könnte da noch ein Kapitel “Tipps und Tricks für effizientes Arbeiten” haben.
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