Archiv für November 2009

Steuerzeichen Multlinientext

Donnerstag, 26. November 2009

Irgendwie haut es mir manchmal komische Steuerzeichen rein, wenn ich das Multilinienwerkzeug benutze und die Schriftart wechsele.

Hier ein Beispiel, was bei mir immer reproduzierbar einen Fehler verursacht:

  • Multilinientext-Werkzeug auswählen
  • Mit der Maus einen Schreibbereich aufziehen. Es erscheint ein Fenster über dem Schreibbereich, wo man die Texteigenschaften einstellen kann. Darunter ist der Schreibbereich, wo man direkt losschreiben kann.
  • Nun, ohne irgendwas zu schreiben Schriftgröße auf 10mm hochsetzen (zuvor 5mm)
  • Jetzt einen Buchstaben eintippen. Statt des Buchstabens erscheint davor “,909;”

Es ist sehr schwierig, TC dazu zu bewegen, Schriftgröße und Schriftart trotzdem irgendwie beizubehalten. Auch setzt er die Schrift gerne mal auf 8,46 anstatt 10mm, alles sehr komisch und unrund.

Der Fehler mit den Steuerzeichen scheint auch grundsätzlich immer aufzutreten, wenn man einen bereits geschriebenen Text nimmt, bestimmte Bereiche markiert und dort die Schriftgröße ändern will.

Dann hab ich mal in TC14 anstatt TC15.2 Build 52 getestet. Da funktioniert alles bestens.

Nachtrag 28.11.09: Es hat wieder etwas mit Komma/Punkt Transformation zu tun, vermutlicht taucht das Problem nur in der deutschen Version auf. Interessant ist folgendes: Wenn wegen Schriftgrößenwechsel so ein Steuerzeichen wie oben eingefügt wurde (“,909;”), so kann man rechts neben dem Komma mal einen Punkt setzen und dann das Komma davor weglöschen. Schwupp, schon verschwindet wie von Geisterhand das komplette Steuerzeichen, weil TC es dann wirklich als Steuerzeichen geschluckt hat. In TC14 wird standardmäßig der Punkt anstatt Komma verwendet, wie man unter Text in der Auswahlpalette sieht. So sollte es eigentlich sein.

Design-Director merkwürdig

Donnerstag, 26. November 2009

War es nicht so, dass im Design-Director ein Baum angezeigt wird, bei dem man Layer, Arbeitsebenen, Ansicht usw. auswählen kann? Dieser Baum war irgendwie weg, stattdessen wurden mir nur die Layer angezeigt. Ich hab ewig nach einer Möglichkeit gesucht, diese alte gewohnte Ansicht wieder zu restaurieren. Was ist heute bloß los? Alles so merkwürdige zeitraubende Effekte.

Nach langem Suchen die Erlösung: Der untere Bereich war einfach ganz nach oben geschoben worden, womit der Baum verschwindet. Sowas hatte ich ja schon vermutet, nur konnte ich oben langsam mit der Maus drüberfahren, es erschien nie dieser spezielle Pfeil, der einem andeutet, dass man da noch was aufziehen kann. Dann erschien er doch einmal kurz. Wie das? Der kommt nur in einem ganz schmalen Bereich an einem Punkt rechts über der letzten Spalte. Wenn man’s nicht weiß oder noch nie gemacht hat, ist es echt Zufall, das zu finden. Scheint ein Bug in der Oberflächen-Bibliothek zu sein. Denn eigentlich müsste man über die ganze Breite was zum Anfassen haben, um den Bereich wieder aufzuschieben.

Gleich mal geschaut, ob das noch woanders auftritt. In der Palette Auswahl kann man den oberen Bereich auch ganz zusammenschieben, ohne das man über eine horizontale Linie informiert wird, dass da noch was versteckt ist. Der Mauszeiger wird aber über die ganze Breite, zum Verschiebezeiger. In der Palette Entwurf bekommt man es nur soweit zusammengeschoben, dass noch ein heller Balken bleibt – schon besser.

Multlinientext bearbeiten/ändern

Donnerstag, 26. November 2009

Hab mir gerade ‘nen Wolf gesucht, um einen bestehenden Multilinientext wieder zu verändern. Mit dem Auswahlwerkzeug oder Bearbeitungswerkzeug geht das nicht, auch nicht mit dem Kontextmenü dazu. Irgendwie hab ich das aber schonmal auf einfache Weise hinbekommen. Nach langem Suchen hab ich einen Weg gefunden: Rechts die Auswahl-Palette aktivieren. Dann den Multilinientext auswählen. In der Palette gibt es oben rechts nun ein Symbol mit dem Namen “Vor Ort bearbeiten”. Ein Klick darauf und man ist wieder im Editiermodus.

Nachtrag 28.11.2009: Es gibt noch eine weitere Möglichkeit. Zuerst Werkzeug Multilinientext auswählen. Unten links gibt es nun neben Breite/Winkel noch ein Symbol “Tb”. Dort kann man draufklicken und aktiviert damit den “Ändern-Modus”. Nun kann man in einen beliebigen bereits vorhandenen Multilinientext klicken. Der Text springt in den Editiermodus und man kann ihn verändern.

Linienstile

Montag, 23. November 2009

Ob eine Linie durchgehend, gestrichelt oder wie auch immer aussieht, kann man in Turbocad recht weitreichend definieren. Hierfür kann man beliebig viele neue Linienstile anlegen. Man hat einen Linien-Editor zur Verfügung, in dem man das genaue Aussehen einer Linie definieren kann (nur Pro-Version).

Unter Optionen > Zeichnung einrichten > Linienstile werden alle definierten Stile angezeigt. Wichtig: Die Linienstile sind an die Zeichnung gebunden. Legt man neue Stile fest, gilt das nur für die aktuelle Zeichnung. Möchte man Stile für weitere Zeichnungen nutzen, muss man Linienstile in einer Vorlage definieren. Aus dieser Vorlage erstellt man dann seine neuen Zeichnungen.

Hier kann man dann auch mit “Neu” einen neuen Linienstil entwerfen. Hierfür kann man in einer Tabelle Teilstücke der Linie definieren, die später hintereinandergehängt werden. Möchte man z.B. eine gestrichelte Linie, legt man zuerst einen Strich mit bestimmter Länge fest, danach ein Leerzeichen bestimmter Länge.

Bei der Länge war mir unklar, auf welche Maßeinheit die sich bezieht. Ich hatte den Verdacht, dass es vermutlich Zoll ist. Und in der Tat zeigten ein paar Testausdrucke, dass es sich um – für Europäer untypisches – Zoll handelt.

Möchte man nun z.B. eine gestrichelte Linie mit 5mm Strichlänge und 2mm Lücke definieren, so ergeben sich die Längen 5/25,4 = 0,196850 und 2/25,4 = 0.07874.

Hat man alles definiert, verlässt man den Linienstil-Editor mit OK.

Man hat übrigens über das Feld “Den Voreinstellungen hinzufügen” in der Linienstilübersicht die Möglichkeit, einen selektierten Stil global zu übernehmen. Dieser wird dann ins Programm geladen unabhängig von der verwendeten Vorlage. Irgendwie läuft da in Version 15 aber was schief. Es scheint bei der Eindeutschung mit Komma und Punkt was durcheinandergeraten zu sein. Schaut man sich über den TCExplorer mal unter Built-In / LineStyle_Table die Werte an, so werden die Werte selber durch Komma getrennt und ein Dezimalpunkt benutzt. Wenn hier nun ein Dezimalkomma drin steht, kann TC die Werte voneinander nicht mehr korrekt mit Komma trennen. Korrigiert man hier jedoch die Werte auf Dezimalpunkt anstatt Komma, scheint es ein umgedrehtes Problem zu geben – irgendein eingedeutschter anderer Programmteil kommt dann wieder nicht mit diesen Werten zurecht. Scheint ein echter Bug. Man merkt das auch, wenn man mal ein neues Blatt ohne Vorlage öffnet. Hier stimmen einige Linienstile nicht, z.B. “gestrichelt”. Insofern rate ich von ab, diese Option zu nutzen.

Will man einen Linienstil in der LineStyle_Table wieder löschen, klickt man im TCExplorer mit der rechten Maustaste auf LineStyle_Table und wählt dort “Bearbeiten” aus. Nun lässt sich der Stil löschen.

Etwas verwirrend ist auch, dass das Stiftmuster an verschiedenen Stellen im Programm nur visuell angezeigt wird, nicht aber mit Namen. Das erschwert die Auswahl, wenn man z.B. verschieden lange gestrichelte Linien hat. Visuell lässt sich das nämlich manchmal schlecht unterscheiden.

Die definierten Längen von Linienabschnitten sind übrigens unabhängig vom Maßstab, genau wie die Stiftbreite. Auch wenn man z.B. in den Papierbereich ein Ansichtsfenster im Maßstab 1:10 legt, bleiben die definierten Linienlängen und Stiftbreite absolut, wie definiert, werden also nicht skaliert. Bei gestrichelten Linien erkennt man das auch beim Zoomen am Bildschirm: Die Segmentlänge der Linie bleibt immer gleich, egal, wie weit man rein- oder rauszoomt.

Man kann den fest definierten Wert von Segmentlängen einer Linie übrigens noch für jede Linie anpassen. In den Eigenschaften einer Linie lässt sich unter Stift der Strichmaßstab einstellen. 10 bedeutet, dass die Länge jedes Segments verzehnfacht wird, also verlängert. Verkürzen kann man mit Werten kleiner 1. Ein Häckchen in “Ausrichten” bewirkt übrigens, dass in Ecken von Polygonen immer ein Strich oder Punkt und kein Lücke ist.

pdfgeni.com

Samstag, 21. November 2009

Die Suchmaschine pdfgeni.com ist für die Suche von PDF-Dokumenten. Ich hab mal turbocad eingegeben und war erstaunt, einige Dokumente zu finden, die sehr hilfreich sind. Ich hab z.B. entdeckt, dass es ein Getting-Started-Guide gibt, was zur englischen Programmversion wohl mitgeliefert wird. Genau sowas hat mir am Anfang gefehlt und es war mir völlig unverständlich, wieso keine Doku für Anfänger dabei ist. Da scheinen die in der deutschen Version einfach wichtige Handbuchteile weggelassen zu haben.

Weblinks:

Freihand übernehmen

Samstag, 21. November 2009

Ich wollte eine organische Form eines Tisches zeichnen. Mit den Spline/Bezierwerkzeugen hab ich das nicht vernünftig hinbekommen. Also dachte ich mir, ich mach das doch besser mit Papier und Bleistift von Hand. Da hab ich nochmal ein ganz anderes Gefühl für Freiformen. Zuerst hab ich mir eine Größenschablone mit Turbocad in einem verkleinerten Maßstab gezeichnet, diese Schablone dann ausgedruckt. Auf dieser hab ich dann mit Bleistift meine gewünschte Form gezeichnet. Dann wurde das wieder eingescannt und das Bild über Einfügen > Bild > Aus Datei… eingefügt. Das Bild hab ich dann erstmal ungefähr in die richtige Größe gebracht. Und dann hab ich ein Spline über die handgemalte Freihandlinie gelegt. Das Ergebnis war genau so, wie ich mir das vorgestellt habe. Den Spline kann man übrigens später noch in der Größe genau anpassen und ggf. noch etwas nacharbeiten, was die Form angeht.

Achtung: Bilder reinladen geht nur mit der Prof-Version.

Hilfslinien und Konstruktionswerkzeuge

Samstag, 21. November 2009

Die Hilfslinien-Werkzeuge helfen einem, seine eigentliche Zeichnung konstruieren zu können. Will man z.B. irgendwas zeichnen was horizontal in einer Flucht zu etwas anderem liegt, dann legt man schnell eine Hilfslinie dahin und hat dann diesen Fluchtpunkt. Genauso, wie man real eine Wasserwaage oder ein Lot verwendet.

In der deutschen Original-Dokumentation wird von Hilfslinien-Werkzeugen gesprochen, zu finden in der linken Werkzeugleiste. Es gibt verschiedene Hilflinien, die man über Flyout umschalten kann.

Im Traingshandbuch von turbocadkurse.de sucht macht das Thema Hilfslinien vergebens im Index. Dort wird nämlich der Begriff Konstruktionswerkzeuge geprägt. Das ist näher am englischen Original dran, wo diese Werkzeuge Construction Tools heißen. Deshalb befinden sich übrigens die Hilfslinien auch auf dem Layer $Construction.

Hilfslinien sind standardmäßig hellblau und vom Stil Strichpunkt. Anpassen lässt sich das unter Optionen > Zeichnung einrichten > Layer.

Hilfslinien sind unendlich lang, sie reichen also über den kompletten Modellbereich, haben kein Anfang und kein Ende. Damit ragen sie evtl. in andere Zeichnungsbereiche, wo man sie nicht braucht. Es empfiehlt sich daher, Hilfslinien, die man nicht mehr braucht, möglichst bald wieder zu entfernen.

Hierbei merkt man, dass man Hilfslinien nicht wie andere Objekte selektieren und löschen kann. Die Bearbeitungswerkzeuge funktionieren überhaupt nicht für Hilfslinien. Man kann eine Hilfslinie also später nicht mehr ändern, z.B. im Winkel korrigieren. Man kann sie nur löschen und eine korrigierte Hilfslinie neu zeichnen. Auch bekommt man im Nachhinein nicht mehr direkt raus, in welchem Winkel eine Hilfslinie ist. Man bekommt sie ja nicht wie ein Objekt zu packen, um die Eigenschaften abzufragen.

Das Löschen einer Hilfslinie funktioniert über Bearbeiten > Löschen > Hilfslinie. Jetzt kann man die zu löschende Hilfslinie auswählen, die dann weggeputzt wird. Möchte man alle Hilfslinien mit einmal löschen, verwendet man Bearbeiten > Löschen > Alle Hilfslinien.

Zum schnellen Zeichnen von senkrechten und waagerechten Hilfslinien gibt es im Flyout “Horizontale Hilfslinie” und “vertikale Hilfslinie”. Möchte man z.B. ein 10×10 Bohrraster entwerfen, legt man 10 horizontale Hilfslinien und 10 vertikale Hilfslinien ab. Nun schaltet man den Fang auf Schnittpunkt und kann nun an den Schnittpunkten der Hilfslinien die Bohrungen setzen.

Das Werkzeug “Winkelhilfslinie” zeichnet eine Linie, die man durch 2 Punkte im Winkel festlegen kann. Oder man gibt den Winkel unten direkt ein. Über verschiedene Fänge kann man unterschiedlichste Punkte der Zeichnung exakt fangen, um den Hilfslinienwinkel und die Position festzulegen.

Mit den Werkzeugen “Parallele Hilfslinie” oder “Senkrechte Hilfslinie” kann man richtungsmäßig auf vorhandene Linien Bezug nehmen, selbst auf Hilfslinien. So kann man ein Bohrgitter noch schneller zeichnen: Beim Versatzmaß der Parallelen Hilfslinie gibt man den Abstand ein und sperrt dann mit dem Schloßsymbol. Nun kann man bequem die letzte Hilfslinie als Bezug für die nächste Hilfslinie verwenden, die nächste wird sofort im richtigen Abstand angezeigt.

Neben Linien als Hilfslinien gibt es auch noch den Hilfskreis.

Beim drucken kann man Hilfslinien explizit ausblenden, auch wenn sie im eingefügten Ansichtsfenster enthalten sind. Über “Seiten einrichten…” nimmt man das Häckchen “Hilfslinien drucken” raus. Komischerweise funktionierte das bei mir nicht – Hilfslinien wurden trotzdem gedruckt.

Möchte man kurzfristig im Modell alle Hilfslinien unsichtbar machen, so blendet man den Layer $Construction aus (Design-Director oder Optionen > Zeichnung einrichten > Layer). Achtung: Hat man ein Ansichtsfenster in den Papierbereich gesetzt, bei dem die Hilfslinien sichtbar waren, dann verschwinden die Hilfslinien nicht, wenn man sie nun im Modellbereich unsichtbar macht. Das ist etwas sonderbar, denn wenn man Layer 0 z.B. ausblendet, dann wird auch in dem Ansichtsfenster dieser ausgeblendet. Der Bemaßungslayer verhält sich wieder genauso, er bleibt so, wie zum Zeitpunkt, als man die Ansicht erstellt hat: sichtbar oder unsichtbar, egal, wie man jetzt die Sichtbarkeit verändert.

Welche Version?

Freitag, 20. November 2009

Früher gab es Turbocad in der Deluxe oder Professional Version. Die Deluxe war eine abgespeckte Version und wurde wesentlich billiger verkauft. Ich glaub, bis V14 gab es dieses Schema. Ab Version 15 gibt es 3 Produkte: Turbocad 2D, Turbocad 2D/3D und Turbocad Pro.

Aktuelle Preise der V16:

  • 2D – 169 Euro
  • 2D/3D – 169 Euro
  • Pro – 899 Euro

Warum man zum gleichen Preis sowohl 2D wie auch 2D/3D anbietet, verstehe ich nicht. Warum sollte man dann 2D kaufen, wenn man mit 2D/3D mehr machen kann? Und auch lt. Vergleichstabelle kann 2D/3D durchweg mehr, 2D bietet also keine Vorteile. Wer wirklich definitiv nur 2D machen will, hat vielleicht eine etwas einfachere Benutzeroberfläche, wird nicht von 3D-Möglichkeiten vewirrt.

Etwas logischer wirds, wenn man sich die Preise bei turbocadkurse.de anschaut. Da kostet die 2D nur 99 Euro, die 2D/3D hingegen 169 Euro.

Komisch, dass die englischsprachigen Originalprodukte des Herstellers anders gegliedert sind:

  • Turbocad 16 Designer 2D (39$)
  • Turbocad 16 Deluxe 2D/3D (129$)
  • Turbocad 16 Pro 2D/3D (1295$)
  • Turbocad 16 Pro Platinum Edition (1495$)

Hier gibt es z.B. keine getrennte 2D und 2D/3D Pakete, jedoch ein sehr billiger Designer 2D – alles sehr verwirrend. Hier wird auch noch Deluxe im Paketnamen geführt, was früher in Deutschland auch so war. Die Platinum Edition ist eine Pro mit Architektur- und Konstruktionspaket. In Deutschland hingegen sind schon in der Pro-Version beide Zusatzpakete mit dabei. Nebenher gibt es noch ein Schreinerpaket.

Ich würde immer dazu raten, eine Pro-Version zu kaufen. Man kommt bei den abgespeckten Versionen ganz schnell an irgendeinen Punkt, wo etwas wichtiges nicht geht. Man darf sich da auch nicht nur an der Vergleichstabelle orientieren, da tauchen viele Details nicht auf. So fehlt z.B. die Möglichkeit, Bilder zu laden – für mein Empfinden eine Grundeigenschaft, die man unbedingt braucht. Damit lassen sich z.B. Papierpläne in den Hintergrund laden, um diese dann nachzuzeichnen.

Bei der Pro-Version kann man eine ältere Version kaufen, die man dann zu einem ähnlichen Preis, wie die abgespeckten Versionen bekommt. Derzeit bekommt man z.B. die V15 Pro für 499 Euro, die V14 Pro bei Ebay z.B. für 109 Euro.

Maßstab

Montag, 16. November 2009

Zeichnet man ein Werkstück, was in der Größe nicht aufs Papier passt, muss man beim Ausdruck irgendwie skalieren. Hierfür gibt es in Turbocad mehrere Möglichkeiten.

Grundsätzlich ist es konzeptionell wohl am Sinnvollsten, dass man alles im Modellbereich 1:1 zeichnet. Ein Bauteil, was also 1000mm lang ist, zeichnet man auch 1000mm lang und nicht z.B. 1:10 mit nur 100mm.

Unter Optionen > Zeichnung Einrichten > Einheiten > Maßstab lässt sich ein Maßstab einstellen. Nur wofür gilt der? Für den Modellbereich, für den Papierbereich oder für beides? Laut Dokumentation und so, wie ich das auch nachvollzogen habe, ist dieser Wert nur für den Papierbereich.

Wechselt man also auf Papier 1 und wählt nun dort einen Maßstab von 1:10, so stellt dieser Papierbereich 1:10 dar. Das Lineal oben und links zeigt noch die realen Maße des Papiers, aber wenn man unten rechts auf die Koordinaten schaut, sieht man, dass die sich im Faktor 1:10 verhalten. Würde man nun also im Papierbereich eine Linie mit 100mm Länge zeichnen, so wäre die real im Ausdruck und lt. Lineal nur 10mm lang.

Legt man nun ein Papier 2 an, merkt man, dass der Wert unter Optionen > Zeichnung Einrichten > Einheiten > Maßstab nicht global ist, sondern für jedes Papier neu definiert werden kann. Jedes Papier kann also seinen Maßstab bekommen.

Wenn das so funktioniert, was ist dann eigentlich, wenn man von Papier auf Modell wechselt. Kann man dann dort auch einen Wert eingeben? Ja, auch dort wird ein separater Wert für Maßstab geführt, aber dort scheint der überhaupt keinen Sinn zu machen und hat auch keine Auswirkungen auf den Modellbereich. Der Modellbereich verhält sich zumindest genauso, wie zuvor auch: Lineal und Koordinaten rechts unten sind identisch, auch bei einem Maßstab von 1:10. Meine Vermutung ist, mit dem Wert wird im Modellbereich überhaupt nichts gemacht, der wird dort ignoriert. Wenn dem so ist, dann hätte man die Einstellung besser im Modellbereich grau ausgeblendet.

Es gibt noch eine andere Variante, um im Papierbereich zu skalieren. Eingefügte Ansichtsfenster können im Maßstab eingestellt werden. Will man also eine Zeichnung aus dem Modellbereich in den Papierbereich 1:10 übernehmen, so könnte man den Maßstab im Papierbereich auf 1:1 lassen, dann aber das eingefügte Ansichtsfenster auswählen und mit der rechten Maustaste Eigenschaften wählen. Dort dann Ansichtsfenster > Skalieren > Fest auswählen und dort dann 1:10 eintragen. Somit hat man den gleichen Effekt.

Übrigens: Selbst wenn man im Papierbereich 1:10 skaliert, Bemaßungen im Papierbereich werden auf das Originalmaß umgerechnet. Was nun besser ist, ob man also das Ansichtsfenster skaliert oder den ganzen Papierbereich – das ist mir noch unklar.

Eine wichtige Frage gibt es noch: Was passiert eigentlich mit den Liniendicken? Angenommen, ich zeichne ein Teil mit 1000mm Länge und 1mm Liniendicke. Ist die Liniendicke bei 1:10 Verkleinerung nur noch 0.1mm dick? Das wäre oftmals sehr unpraktisch. Und deshalb hat man sich wohl auch dazu entschieden, dass die Liniendicke nicht mit skaliert wird. Sie bleibt immer so, wie man sie festgelegt hat. Egal, ob man den ganzen Papierbereich skaliert oder nur das Ansichtsfenster. Die definierte Liniendicke bleibt immer erhalten.

Unschön beim Skalieren ist, dass Text mit skaliert. Man muss also z.B. bei Bemaßungen im Modellbereich von vornherein wissen, in welchem Maßstab man später drucken wird, um die Schriftgröße gleich richtig zu setzen. Will man also eine Schriftgröße von 3mm im Ausdruck und skaliert den Papierbereich auf 1:10, muss im Modellbereich mit 3cm großer Schrift gearbeitet werden. Hat man dann noch mehrere Papierbereiche, die unterschiedlich skaliert sind, könnte es sinnvoller sein, die Bemaßung jeweils im Papierbereich zu machen. Das ist sowieso eine Philosophiefrage, manch einer bemaßt im Papierbereich, manch einer auf dem Bemaßungslayer im Modellbereich.

Splines und Bezierkurven

Sonntag, 15. November 2009

Ich wollte eine geschwungene Tischplatte entwerfen. So in etwa hatte ich im Kopf, wie sowas aussehen könnte. Ich hab dann etwas mit verschiedenen Spline- und Bezierkurvenwerkzeugen gearbeitet. Es ist schon interessant, was man damit so alles hinbekommt. Aber ich merke, es braucht hier recht viel Übung, um ein Gefühl für die einzelnen Werkzeuge zu bekommen. Damit man schlußendlich zu einer Kurvenform kommt, die man sich vorgestellt hat. Und damit man auch weiß, welches Werkzeug man für welchen Zweck am besten einsetzt. Im Moment bin ich eher in dem Stadium, durch schieben und ziehen irgendwas hinzubekommen, manchmal sieht das auch spannend aus. Aber was dabei rauskommt, ist noch sehr zufällig.

Ich hatte jetzt auch als Idee, erstmal mit Hand etwas zu entwerfen, dass dann einzuscannen und als Bild in Turbocad reinzuholen. Und dann dieses Bild mit Splines oder Bezierkurven nachzumalen. Mal schauen…